Gottes Reden hören

Montag, 4. April 2022

Am Forum Hören auf Gott am 19. März 2022 im EGW Hasle-Rüegsau nahmen 80 Personen teil. Die drei Vorträge von Eliane Schelb zum vertieften Hören auf Gott sind als Videos aufgeschaltet.

Gott hat uns mit Jesus Christus auferweckt und mit ihm sitzen lassen in der Himmelswelt. Diese Gewissheit darf uns in Zeiten des Kriegs und der Unruhe erfüllen. Mit Epheser 2,6 betont Eliane Schelb eingangs: «Jesus ist hoch über jeder Gewalt und Macht.»

Die Referentin aus Unterseen ruft auf, zu Gott als der nie versiegenden Quelle zu kommen. Wir sollen uns nicht eigene Brunnen bauen – sie stehen für irdisches Vorsorgen. Denn durch ihre Risse versickert das Wasser (Jeremia 2,13).

«Mit Jesus härehocke»
Doch die Referentin erlebt, «wie in Gottes Gegenwart Sachen abfallen, die uns länger geplagt haben». Eine Frau wurde frei von Panikattacken, eine andere von der Angst loszulassen. «Jesus zeigte ihr, dass sie ihr Leben nicht derart zu regeln, zu kontrollieren braucht, und sie erlebt zum ersten Mal einen Alltag in Leichtigkeit.»

Statt eigene Brunnen zu machen, können wir zum lebendigen Wasser kommen. Ein Gebet für Erfrischung und Freisetzung schliesst den ersten Vortrag von Eliane Schelb ab. Sie lädt die Anwesenden ein, im Gebet eigene Brunnen zu benennen.

Sein feines Reden im Lärm der Welt
Wie können wir Gottes Stimme in den vielen Stimmen der Welt erkennen? Eliane Schelb gibt vier Hinweise:

  • Die Bibel ist sein Wort, die Wahrheit (Psalm 119,160). «Gott wird sich nie widersprechen.» Um seine Stimme zu hören, brauchen wir den Heiligen Geist, «denn er erforscht alle Dinge, selbst die Tiefen Gottes» (1. Korinther 2,10).
  • Gott ist die Liebe. «Alle Eigenschaften seiner Liebe sind in seinem Reden.»
  • Um zu prüfen, was Gott sagt, haben wir auch Gefühle geschenkt bekommen, die Fähigkeit, unsere inneren Kammern zu durchleuchten.
  • Die Frucht des Geistes: Wächst Güte, Liebe, Freundlichkeit, Treue, Sanftmut in mir?

«Loobe – und grüppele vor däm Gott»
Wie kommen wir zur Gewissheit, dass Gott redet? Die Frage beantwortet die Referentin mit Psalm 95: Mit Dank und Lobpreis kommen wir an den Ort der Anbetung. Wo wir wegblicken von uns und auf ihn schauen, sehen wir, wer er wirklich ist. An diesem Ort redet Gott. Wir müssen bereit sein, uns von ihm unterbrechen zu lassen (D. Bonhoeffer).

Kinder erfahren Gottes Nähe
Vor der Mittagspause schildert Eliane Schelb, wie sie und ihr Mann mit den Kindern unterwegs sind. Die Familie nimmt sich öfter Zeit, in Gottes Gegenwart zu treten und auf Ihn zu hören. Der Tochter wurde durch einen Traum klar, wie Erlebnisse in der Schule in ihr Misstrauen gegen Gspänli wachsen liessen. «Wir sprachen darüber; sie konnte vergeben. Durch solche Erlebnisse, erfahren Kinder Gottes Nähe und dass er sie sieht.»

Am Nachmittag folgen drei Workshops: Grundlagen des prophetischen Dienens, Prophetische Worte prüfen, Für Kranke und Leidende beten.

Mehr zum Forum im Maiheft von wort+wärch.
Vorträge als Videos: www.egw.ch/forum      
Website von Eliane Schelb: www.kinderhoerengott.com