Neuland: Ein Tag an der EXPLO

EXPLO 2017 suchte „Neuland“. Der Mut, es zu betreten, kommt durch die Worte von Jesus. Den Hunger weckte die Grosskonferenz, die zum Jahresende in Luzern stattfand. Sie öffnete Fenster ins Weite und richtete die über 6000 Teilnehmenden auf den auferstandenen Herrn aus. Mit Begegnungen über kirchliche Grenzen hinaus, auch mit Zeugnissen von sozialen Brennpunkten. – Ein Augenschein am Silvester.

Das Vormittagsplenum zum Konferenzthema „Neuland“ wird munter moderiert von Tamara und Andreas „Boppi“ Boppart von Campus Schweiz. Nach Anbetungsliedern und einem Bericht aus dem Nahen Osten summt die Band auf der breiten Bühne vor einer Wüstenkulisse. Wie werden wir nicht überwältigt von der Übermacht des Bösen? fragt Boppi. Er zitiert Psalm 73 und ruft dazu auf, „ins Heiligtum zu gehen“.

Andrew White wird im Rollstuhl auf die Bühne geschoben. Der anglikanische Pfarrer, der bekannt wurde, weil er in Bagdad ausharrte, hat MS. Mit britischem Humor schildert er Hochs und Tiefs. „Wir sind alle berufen, Frieden zu stiften. Frieden stiften ist politisch.“ Die Schweizer hätten die beste Ausgangslage dafür, ruft White, und sollten alles Mögliche tun. „Unterschätzt niemals die Position eures Landes.“

Take risks!
Andrew White betrieb in Israel jüdische Studien – da rief ihn Gott auf die andere Seite des Jordans. „Immer wieder wird es Menschen geben, die sagen: Das kannst du nicht.“ White antwortet jenen, die ihm raten sich zu schonen, mit seinem Motto: Take risks! Er ruft die EXPLO-Leute auf, Gott an jedem Tag für etwas konkret zu bitten. Mit Verweis auf den Irak fordert er christliche Einigkeit: „Meine Familie ist deine Familie. Meine Familie ist verfolgt.  Darum stehen wir vereint zusammen.“

Zwischen dem Morgen- und dem Abendplenum ist Zeit, ein Seminar zu besuchen und durch die Ausstellung von über 100 christlichen Werken zu schlendern. Zeit für Gespräche, für einen Besuch der Kunsthalle und für die Lichterfeier bei der Kapellbrücke, die EXPLO am frühen Abend zusammen mit Luzerner Leitern (reformiert, katholisch und freikirchlich) durchführt. 5‘000 Christen stehen mit Fackeln und Lichtern ums Reussbecken, singen und beten. Gottfried Locher vom Kirchenbund und der Bischof Felix Gmür bringen zum Ausdruck, was sie verbindet, und erbitten zusammen mit dem VFG-Präsidenten Peter Schneeberger Gottes Segen fürs Neue Jahr.

„Du sendest mich in ein neues Land“
Im Abendplenum fährt Gaby Wentland ein. Sie schildert, wie Jesus in Deutschland Prostituierten, Opfern von Menschenhandel, begegnet und aufhilft. Neuland für Barmherzigkeit! Wentland liest aus Josua 1 und betet: „Jesus, danke, dass du mich in ein neues Land sendest. Ich bin bereit. Hier ist meine Zeit, meine Kraft.“

Eine multimediale „Erlebnisliturgie“ führt die Teilnehmenden zum lebendigen Wasser. Sie sinnen nach, singen und tanzen. Und hören Boppi zu, der zum Miteinander und zum entschlossenen Schritt aus der Komfortzone aufruft. Der Rapper Sent umgarnt den Schweizerpsalm. Die Halle singt ihn – es ist 2018!  

Mehr im Magazin wort+wärch Februar.

EXPLO-Webseite