Herbst-DV: Arbeit und ihr Lohn

Neben dem Budget ging es an der Delegiertenversammlung um die Zufriedenheit der Mitarbeitenden und um Leidenschaft im Glauben. Der Bezirk Bern-Brunnmatt löst sich 2019 auf.

Die Vorstellung des Budgets leitete Martin Schenk, Ressortleiter Finanzen, mit dem Verweis auf die anstehenden Bau- und Umbauprojekte in Bezirken ein. Er warb für Darlehen an die Einlagekasse des EGW; dadurch könnten sie besser finanziert werden.

Ein erster Schritt
Die Jahreslöhne im EGW hinken laut Martin Schenk 6‘000 bis 7‘000 Franken jenen in anderen Branchen und Werken nach. Leitung, Geschäftsstelle und Finanzkommission schlugen daher eine Erhöhung um gesamthaft 9 Prozent in vier Jahres-Schritten vor. Vorerst gehe es um den ersten Schritt von 2,25 Prozent; jede weitere Erhöhung werde gesondert zu beschliessen sein, sagte Schenk. Co-Präsident Hansueli Wüthrich bezeichnet das Budget – Aufwand und Ertrag steigen um 150‘000 Franken – als mutig.

Pro und Contra
Pro und Contra wurden in der folgenden Diskussion freimütig geäussert. Namentlich zugunsten der Familien sei eine Erhöhung gerechtfertigt. Andererseits dürfte mit der Erhöhung der Druck auf die Pfarrer EGW und Jugendarbeiter steigen; Bezirke würden Stellen kürzen – bei gleich viel Arbeit. Sind die Löhne nicht zeitgemäss, fragt sich, „was für eine frohe Botschaft wir verkünden“, sagte ein Bezirkspräsident. „Wir vermögen das.“ – Die offene Abstimmung fiel mit 77 Ja und 1 Nein bei 16 Enthaltungen klar aus.

Zufrieden?
Die EGW-Leitung hatte im Frühling die Mitarbeitenden nach ihrer Zufriedenheit gefragt. Co-Präsidentin Monika Haldimann stellte Ergebnisse vor. Die Fragen wurden mehrheitlich positiv beantwortet. „Das EGW will ein attraktiver Arbeitgeber sein und bleiben“, sagte Haldimann.

Leidenschaftlich glauben
In einem Input erinnerte Martin Preisendanz an Stephanus, den ersten Märtyrer der Kirche. Fürs Bekenntnis zu Christus haben 2015 in Libyen 21 koptische Christen den höchsten Preis bezahlt. „Jesus liebt uns bedingungslos. Das, glaube ich, ist das Ende der Angst“, äusserte Preisendanz.

Dankbar und selbstkritisch
Die Versammlung unter Leitung von Beat Iseli nahm das Protokoll der Frühjahrs-DV diskussionslos ab. Andreas Blaser stellte den Bezirk Hasle-Rüegsau knapp vor. „Was wir sind, sind wir durch die Gnade Gottes.“ Selbstkritisch bemerkte er, im evangelistischen Lebensstil sei die Gemeinde noch „stümperhaft unterwegs“.

Bern-Brunnmatt löst sich auf
Thomas Gerber informierte die Versammlung, dass der Bezirk Bern-Brunnmatt sich im Frühjahr 2019 auflöst. Seit September wird unter Portugiesen im Seeland eine Gemeinde gegründet; die Allianzgemeinden der Region wirken mit. Bettina Jans-Troxler verlässt das EGW nach acht Jahren. Das Kernteam Jugend würdigte ihre Arbeit, die breite Vernetzung  und ihren geerdeten Glauben. Als neue Sekretärin in Worblaufen wurde Adelheid Lüthi begrüsst.

Daniel Freiburghaus, seit Sommer Ressortleiter Bezirke und Weiterbildung, lud die Bezirks-Verantwortlichen ein, sich beraten zu lassen. „Wir haben als EGW-Gemeinden so viele Chancen. Es geht auch mit wenig Leuten, gemeinsam vor Gott zu kommen und sich brauchen zu lassen.“