• Ursula Burkhalter in Pausengespräch

Zwei neue Leitungsmitglieder gewählt

Die langjährigen Leitungsmitglieder Margrit Aegerter und Hansueli Wüthrich wurden mit herzlichem Dank verabschiedet. Informiertt wurde über ein Gespräch mit Vertretern des Synodalrats zur „Ehe für alle“. Die Delegierten genehmigten das Budget 2020.

Hansueli Wüthrich blickte an der DV auf zwölf Jahre in der Leitung des EGW zurück (fünf Jahre als Co-Präsident). Die Position des EGW in der Landschaft von Landes- und Freikirchen beschäftige die Leitung immer wieder, sagte er und verglich das EGW mit einer mächtigen Eiche, deren Äste hinüberreichen zu ihren Nachbarn (Fotocollage: eine reformierte Kirche und eine Freikirche).

Das EGW, in Christus verwurzelt, habe eine verbindende, eine Brückenfunktion, sagte Hansueli Wüthrich. „Wir sind doch alle in der Nachfolge Christi unterwegs. Wir müssen nicht alle einer Meinung sein. Aber uns vertragen.“

Anteil nehmen und beten
Margrit Aegerter gab ihren Rücktritt nach fünfzehneinhalb (!) Jahren in der Leitung. Sibylle Grossmann schilderte ihr dienendes Wirken und hob hervor, wie sehr sie Anteil genommen und Anstehendes betend bewegt hatte. Sie gab Margrit mit einem Blumenstrauss das Wort aus Philipper 2,13 auf den Weg. Die beiden wurden im Gebet gesegnet und mit starkem Applaus verabschiedet.

Für die freiwerdenden Sitze in der neunköpfigen Leitung stellten sich Ursula Burkhalter, langjährige Bezirksrätin im EGW Herzogenbuchsee, und der Kleinunternehmer Peter Herrmann vom EGW Kleindietwil zur Verfügung. Die Delegierten wählten sie in geheimer Wahl einstimmig – Applaus.

Ja zum Budget ohne Diskussion
Diskussionslos genehmigten die 94 Delegierten das Budget 2020. Die gesunde Finanzlage ist für Martin Schenk von der Geschäftsstelle Grund zur Freude. Die von Leitung und Geschäftsstelle vorgeschlagene zweite Stufe der Lohnerhöhung und ein freiwilliger Solidaritätsbeitrag von 25 Franken pro Mitglied zur gezielten Unterstützung von Bezirken fanden rundum Zustimmung.

Gesprächskultur und Dissens
Zur Vorlage „Ehe für alle“ sprachen am 24. Oktober Leiter der vier landeskirchlichen Gemeinschaften (neben EGW Vineyard Bern, Neues Land und Jahu) mit Vertretern des Synodalrates der reformierten Kirche. Leitungsmitglied Daniel Ritter würdigte die Gesprächskultur des Treffens und den gegenseitigen Respekt. Auch wenn das EGW die bejahende Haltung der Kirchenvertreter zu diesem Thema nicht teilt, mahnte Ritter die Delegierten, nun nicht auf Distanz zur Kirche zu gehen. Das EGW hält sich bezüglich „Ehe für alle“ an die Stellungnahme des Freikirchenverbandes VFG. 

Gegenwind für Sozialwerke
Co-Präsidentin Monika Haldimann skizzierte, was zum 25-jährigen Bestehen des EGW 2021 geplant wird. Martin Schenk bedauerte, dass der Kanton die Gemeinnützigkeit der von EGW-Bezirken gegründeten Sozialwerke nicht mehr anerkennt, wenn auch nur ein Bruchteil mit Gottesdiensten und anderen „kultischen Aktivitäten“ verbunden ist.

Philippe Otti, Pfarrer EGW in Schönbühl, berichtete von der gedeihlichen Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde am Ort. Thomas Gerber wies auf drei Bücher hin, die im Berchtold Haller Verlag erscheinen.

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