Wechsel in der EGW-Leitung

Die Delegierten des EGW haben am 28. Oktober Monika Haldimann zur Co-Präsidentin gewählt. Erwin Bänteli blickte auf die neun Jahre im Amt zurück; mit Applaus wurde er verabschiedet. Ab Januar gehört Stefan Rüfenacht neu der Leitung an.

Erwin Bänteli schilderte die „Segensspuren, die Gott in den letzten Jahren im EGW gelegt hat“. Als Co-Präsident erlebte er Gottes unerschütterliche Treue, die vor dem Bösen bewahrt. Gott versorge das EGW. Spuren von Gottes Segen nehme er einerseits im Bewährten, andererseits im Aufbruch wahr, sagte der scheidende Co-Präsident.

Segen im Bewährten...
Zum Bewährten gehört das Gebet; erfreulich ist der Reichtum an Begabungen: „Das EGW baut mit seinen EGWlern Gemeinde … und lässt sich das auch etwas kosten!“ Die Mitarbeitenden sollten darauf achten, zu fördern, nicht zu ersetzen. EGW sei eine "unaufgeregte, berechenbare Bewegung" – er frage sich, „ob wir unsere Stimme in der Öffentlichkeit nicht zu stark zurückhalten“. Die Leitung habe in den letzten Jahren viel an der Identität des EGW gearbeitet. „Wir bleiben, wer und was wir sind, nämlich Brückenbauer“ zwischen Landes- und Freikirchen.

...und im Aufbruch
In den Augen des scheidenden Co-Präsidenten ist das EGW im Aufbruch. Mit Verletzungen werde barmherzig umgegangen. Mut nimmt Bänteli wahr in der Schaffung des Innovationsfonds und besonders in kleinen Bezirken, wo treu gearbeitet wird. Entscheide bräuchen klare Ziele. „Fokussierung befreit!“

Erwin Bänteli zeigte sich dankbar für die Kraft, den Durchhaltewillen und die Freude, die Gott ihm gegeben habe. Er dankte allen, die für ihn beten. Und schloss mit der „guten Hoffnung, dass die Zukunft das EGW braucht. Und das EGW eine Zukunft hat, wenn es an Jesus bleibt“.

Co-Präsident Hansueli Wüthrich würdigte Bäntelis Wirken, dankte für „Zusammenarbeit und Bruderschaft“ und erwähnte prägnante Erlebnisse. „Erwin hat eigentlich nie Nein gesagt, war immer da, wenn etwas anstand.“ Bewegt umarmten sich die beiden. Erwin wurde ein voller Blumenstrauss überreicht und Hansueli betete für ihn.

Co-Präsidentin und neues Leitungsmitglied
Als erste Frau wurde Monika Haldimann zur Co-Präsidentin des EGW gewählt. Die gebürtige Thunerin, seit 2002 im EGW Spiez, gehört seit 2010 der Leitung an. Sie sagte, die Jahreslosung 2017 habe ihr Mut gegeben, sich für das Amt zur Verfügung zu stellen.

Neu in die Leitung wählten die Delegierten Stefan Rüfenacht, den Präsidenten des Bezirks Münchenbuchsee. Er habe, als er angefragt wurde, eine „Riesenfreude“ empfunden, sagte Rüfenacht. Er wolle mit Freude und Leidenschaft drangehen. Monika Haldimann und Stefan Rüfenacht wurden mit allen Stimmen der Delegierten gewählt – Applaus! Sie empfingen Blumen und wurden im Gebet gesegnet.

Im weiteren nahmen die 104 Delegierten unter Vorsitz von Beat Iseli das Protokoll der Frühlings-DV ab. Finanzchef Martin Schenk zeigte sich zufrieden mit dem Spendeneingang und präsentierte ein ausgeglichenes Budget 2018. Vollzeitangestellte sollen im Monat 60 Franken mehr Lohn erhalten. Mit einzelnen Gegenstimmen wurde das Budget gebilligt.

Infos
Namens der Leitung erläuterte Matthias Pfister das EGW-Leitthema. Es führt das Zweijahres-Thema mit neuen Akzenten fort: Leidenschaft, Versöhnung, Mut. „Gott ist treu, wenn wir Neues wagen und in Überforderung landen, zu zerbrechen drohen.“ Laut Pfister gilt es „immer wieder Zeit mit Jesus zu verbringen – und aus den Ideen, die er gibt, Neues wachsen zu lassen“.

Wie die EGW-Leitung kleine Bezirke unterstützen will, legte Daniel Ritter in vier Punkten dar. Die Leitung hilft, dass sie ihren Auftrag klären und das Angebot anpassen. Solidarität zwischen Bezirken ist gefragt; zudem erwägt die Leitung regionale Anstellungen und will Schwächen punktuell mit Ressourcen begegnen.

Das Kernteam Jugend informierte über Neuerungen. Im Februar 2018 wird erstmals der Jugendleitertag+ durchgeführt: Das Kernteam hat vier Regionen gebildet, damit Jugendarbeit stärker im regionalen Austausch geschieht.