Jahresfest

Am Jahresfest 2021 stellte das EGW seine 25 Jahre ins Licht der Treue und Güte Gottes. Die Freude am Miteinander und die Herausforderung, im Vertrauen auf Christus Brücken zu bauen, standen im Vordergrund des Festwochenendes vom 11. und 12. September. Die reformierte Kirchenpräsidentin Judith Pörksen Roder gratulierte dem EGW mit 25 Blumen.
Generationen-Brunch, EGW-Rallye durch Bern, Worship-Abend und
Jubiläumsgottesdienst fügten sich zu einem frohen Fest der Gemeinschaft.

Hier Bilder vom Samstag, der Bericht und darunter Bilder vom Sonntag.

Samstag: Köstliches und kostbare Erinnerungen

Am Samstagvormittag um zehn setzen sich 280 EGWler in der weiten Halle zum Generationen-Brunch. Die Käseplatten und Früchtekörbe – eine Augenweide. Züpfe, Brot und selbstgemachte Confituren – ein Genuss. Seeländer Frauen bedienen die Buffets. Zum Jubiläum gehört ein Rückblick: «Weisch no?» EGWler aller Generationen, vom Buben bis zum 100-Jährigen, schildern Erinnerungen.

Reformierter Dank für Brückenbau

Die reformierte Synodalratspräsidentin Judith Pörksen Roder gratuliert mit einem Blumenstrauss von 25 verschiedenen Blumen. Sie würdigt das EGW als Brückenbauer zwischen Landes- und Freikirchen und dankt ihm für seinen Einsatz, seine Treue zur Bibel. Peter Hüsser fragt Hans Jutzi nach den Wundern und Fügungen beim Planen und Bauen des APH Brienz. In einem Kahoot-Spiel wetteifern die Tische in der Beantwortung von Fragen zum EGW.

Kreuz und quer durch Bern

Nach ein Uhr startet die Rallye, die Silas Kull organisiert hat (Karte und Videos hier). Leute aus verschiedenen Bezirken tun sich spontan zusammen. Die Gruppen können elf Posten in der Stadt anlaufen, an denen EGW-Geschichte geschah. Mit dem ÖV und zu Fuss peilen sie die Orte an und nehmen Information über Videobotschaften auf dem Smartphone auf. Fürs Score zählen die Antworten zu den Postenfragen, auch Gruppenphotos auf Brücken in der Stadt und jeder in der Gruppe vertretene Bezirk. Jüngere und Ältere kommen unterwegs ins Gespräch. Ein vergnüglicher Nachmittag.

Am Abend leitet die Band Columbus in der MZH des Waffenplatzes zum kreativen Lobpreis an mit Malen, Tanz und Soaken.

Sonntag: Herzhafter Dank und Lob

Zum Festgottesdienst am Sonntagmorgen begrüsst Urs Eugster nach dem von Bläsern intonierten Choral die 600 Anwesenden. Die Co-Präsidenten Monika Haldimann und Matthias Pfister werfen einen Blick ins Stafettenbuch, das in den letzten zwölf Monaten durch die Bezirke wanderte und von diesen gestaltet wurde. Sie weisen hin auf das Einssein mit dem Sohn und dem Vater, für das Jesus betete (Johannes 17). Im Lobpreis klingen die Bläser von Walterswil-Oeschenbach, eine Band und Sängerinnen unter Leitung von Markus Dolder sowie der Sonus-Chor fein und bewegend zusammen.

25 Jahre – Gottes Geschenk!

Für die Dialogpredigt zum Leitthema «Begeistert von Gott Brücken bauen» steigen Daniel Ritter und Werner Jampen auf die Holzbrücke vor der Bühne. Sie freuen sich über den vor 25 Jahren gelungenen Zusammenschluss. Wir bauen nicht, damit Gott uns liebt, sagt Ritter, sondern weil er uns liebt und geschaffen hat, «um mit ihm diese Welt zu gestalten und andere einzuladen, an seinem Reich teilzuhaben.»

Für die echte Motivation haben wir Gottes Nähe zu suchen, beim Gottesdienstbesuch, beim Bibellesen, im Hauskreis, im Alltag. «Und dann komme ich anders aus dem Gottesdienst heraus», bemerkt Jampen, «nicht mehr auf dem Weg zum Sofa, sondern auf dem Weg, Gottes Brücken zu bauen!»

Brücken der Liebe und Verständigung

Zur Zeit Jesu gab es scharfe Gegensätze; heute fordern uns die Debatten zum Klima, zur Pandemie und zur Ehe heraus. «Die Zertifikatspflicht bringt uns nochmals in eine andere Liga des Sorgens füreinander», meint Daniel. Es gebe keine Einheitsbrücke 21, sondern Menschen mit diversen Bedürfnissen: «Wir sollten beim Brückenbau immer das Vis-à-Vis im Blick haben.»

Ja, darum geht es, betont Werner: «Brücken der Liebe und der Verständigung bauen, statt Mauern der Rechthaberei und Selbstgerechtigkeit zu errichten!» Daniel fügt an, dass wir auch selbst über die Brücken gehen sollen – nicht bloss sitzen und warten, dass Leute zu uns kommen. Gottes Sehnsucht ist es, dass mehr von der guten, lebensfördernden Botschaft von Jesus sichtbar wird, dass Menschen sie spüren. Lassen wir uns neu begeistern von der Brücke, die Gott selbst gebaut hat!

Loblieder, die Kollekte, die Bitte um Gottes Segen und der Päcklitausch lassen es Mittag werden. Auf dem Vorplatz stehen Foodtrucks. Die Besucher strömen aus der Halle; beim Mittagessen ist nochmals viel Zeit für Gemeinschaft.