• EGW-Sommerkonferenz
    Der Eigen-Hof bei Grünenmatt am Eröffnungsabend
  • Gottes Lob
    Die Christliche Chorgemeinschaft Emmental auf der Heubühne

Jesus als Brandstifter

Wie können Christen und Gemeinden sich zukunftsträchtig erneuern, wie kann Altes dafür fruchtbar gemacht werden? Die Veranstalter der Eigen-Konferenz 2017 nahmen sich viel vor.

Sie setzten einen Schwerpunkt: In drei Vorträgen verband Christoph Vischer, bis 2014 Co-Präsident des EGW, Bibelauslegung mit Schlaglichtern auf die Anfänge der Bewegung und auf aktuelle Herausforderungen.

Am Eröffnungsabend umkreiste Vischer, Pfarrer in Vechigen, die höchst emotionalen Worte von Jesus: „Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen!“ (Lukas 12,49-51). Erweckung gibt es nicht ohne Feuer. Vischer: „Was braucht es, damit unser Herz Feuer fängt? Wer kann es anzünden? Da braucht es den Impuls von Gott, das Wort, das uns tüpft, das uns lüpft.“

Zündendes Bibel-Wort
Mit dem Feuer-Wort identifizierte sich Jesus: Dafür war er gekommen. Christoph Vischer: „Er ist da, und wenn das stimmt, bestimmt das unser Leben von A bis Z. Jesus ist da. Er redet zu uns und handelt so auch an uns. Denn sein Wort ist nicht kraftlos.“

Die Macht des Bibelwortes erwies sich in den Predigten der Pfarrer, denen die Genfer Regierung 1817 verboten hatte, biblische Kerninhalte des Glaubens (Jesus Gottes Sohn) zu verkündigen. Der sogenannte Réveil ("geistliches Erwachen" in der Romandie) begann, indem Menschen zum Bibellesen zusammenkamen. „Herzen entzünden sich am biblischen Wort. Aber – es ist ein Wort, das einen erschreckt.“

Die Liebe Gottes sucht und findet
Der Schotte Robert Haldane, massgeblich für das Auflodern des Réveil, redete von nichts anderem als von Sünde und vom Gericht, durch das Gott retten will. „Den Menschen wurde ihre Sünde aufgedeckt und dadurch die Liebe Gottes, die sie sucht und sie als Sünder findet.“

Das Feuer ist heiss – wir können es nicht in die Hand nehmen, sagte Vischer. «Es erfasst uns. Dies ist in der Erweckungsbewegung immer wieder zu spüren… Wer bei Jesus ist, wird in Brand gesteckt. Wort, Gebet, Lied, Gemeinschaft werden von Gott als Instrument gebraucht.» Jesus wurde deutlich: Mit dem Feuer kommt Entzweiung. An seiner läuternden Kraft scheiden sich die Geister. «Die Botschaft erzeugt Widerstand. Dem können wir uns nicht entziehen.»

Freude, Phantasie, Mut, Dienst
Die unscheinbaren Anfänge der Evangelischen Gesellschaft in Bern (EGB) sind ein Lehrstück. Durch das Feuer des Evangeliums wurden die sozialen Schranken aufgehoben und Energien für diverse missionarische, diakonische und Bildungs-Initiativen freigesetzt. Was motivierte die EGB-Pioniere? Christoph Vischer: «Grundlage des leidenschaftlichen Lebens für Christus ist Freude – dass wir geprägt sind durch die Erlösung. Daraus erwächst Phantasie für den Dienst.»

Die Worte vom Weltgericht (Matthäus 25) geben dafür die richtige Perspektive: «Gott will von Anbeginn, dass wir das Reich ererben.» Christen dürfen sich freuen darauf, dass die Welt so zum Ziel kommt. Die Sanftmütigen, die der Erde nicht Gewalt antun, werden sie besitzen!

Erweckung der Herzen - Genfer Réveil    Den ersten Vortrag nachhören  
Elia, das blinde Eisi - Menschen wie wir    Den zweiten Vortrag nachhören 
Glauben leben - Diakonie, Bildung, Evangelisation    Den dritten Vortrag nachhören