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Was wir teilen, schenkt andern Leben

Vier M prägen den Bericht über das Jahresfest 2010: mitteilen (Wort Gottes), Missionare, Mittel (Zeichen, Abendmahl) und Musik.

 
Viele kreative Teller
Viele kreative Teller
Mit einem aufheiternden ABC-Quiz zum Einstieg brachte Urs Eugster das Thema "auf den Teller". "Ein toller Auf-sTeller" für Jonas, den jungen Gewinner des Spiels! - Die vielen kreativen "Begabungs- und Bedürfnis-Teller" *) der Bezirke konnten wir am Fest optisch miteinander teilen. Mit-teilen war das Thema des diesjährigen Jahresfestes. Urs Eugster, Ressortleiter Kontakte, führte durch das vielseitige Programm.


Mitteilen


Thomas Gerber gab in seiner Predigt über Johannes 6,1-13 (Speisung der Fünftausend) dreierlei Ermutigungen weiter (unter dem Thema "teilen"):


1. Keine Angst vor Überforderungen
Da hat ein Kind fünf Brote und zwei Fische ... Wenn es ums Teilen geht, sind wir häufig überfordert: "Das längt nie!" Wir sind Lernende und ein Leben lang in der Schule Jesu. In unserem alltäglichen Leben können wir in Situationen kommen,
 
Thomas Gerber und Urs Eugster
Thomas Gerber (links) und Urs Eugster
wo wir zum teilen aufgefordert sind. Wenn wir dabei überfordert sind, hilft es zu wissen: Dahinter steht derjenige, der seine Jünger liebt und ihren Glauben stärken will! Die Stärkung des Glaubens fängt dort an, wo ich zugebe, dass ich überfordert bin. Wo ich an meine Grenzen stosse, da hat Gott etwas Besonderes vor.


2. Schau auf ihn
Lenken wir unseren Blick weg von uns auf den, der die Brote und Fische aus den Händen des Kindes entgegennahm. Das Reich Gottes besteht im Teilen: Jesus nahm, dankte und gab das Brot. Gott selbst hat sein Liebstes hergegeben. In seinem Sohn hat er mit uns Menschen alles geteilt, was er hatte! Am Kreuz hat sich Gott mit-geteilt, wie es deutlicher nicht mehr geht. Gott will den Hunger der Menschen nach Leben stillen: "Ich bin das Brot des Lebens" (Johannes 6,35).
Alles, was wir haben, ist anvertrautes Gut. Es gibt einen Schlüssel, der unser Herz zum teilen aufschliesst: Dankbarkeit. Wenn wir zu danken beginnen, verändert dies unseren Blickwinkel zu Gütern und Eigentum. Wir haben Güter, Fähigkeiten, Erfahrungen, damit wir sie mit andern teilen.


3. Gib, was du hast, in Jesu Hände
Das Kind gibt das, was es hat, in die Hände Jesu! Es hat keine Angst, zu kurz zu kommen. Kinder können einfach annehmen und weiter geben. Darum Jesus: "Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder …" (Matthäus 18,3). Es ist nicht viel, was das Kind hat. Aber es gibt alles. Und nun passiert es. Unerklärlich.
 
Brot und Fische
Brot und Fische
Was wir teilen und Jesus in die Hände geben, schenkt anderen (vielleicht sogar ewiges) Leben. Wir haben den Menschen, mit denen wir täglich zusammen sind, etwas zu geben.
Thomas Gerber verweist mit dieser Haltung auf etwas "Ur-EGWlerisches": Die arme, blinde Elisabeth Kohler (ds blinde Eisi) teilte ihre Stube mit Menschen aus der Stadt Bern. Leute fanden bei ihr geistlichen Rat und Trost. Ihre Stube wurde zum Ort der Vorbereitung für die Gründung der damaligen Evangelischen Gesellschaft des Kantons Bern! EGW heisst nicht nur Evangelisches Gemeinschaftswerk, sondern auch Etwas Gutes Weitergeben.
Gott braucht mich! Mit dem, was ich bin und habe! Ich bin durch mein Teilen ein Teil im Plan Gottes!


Mission


Urs Eugster kommt mit einem Aktenkoffer auf die Bühne und bezieht sich auf die Predigt: Gott gibt uns das Grösste, seine Liebe; und diese Liebe können wir nicht in einem Köfferli neben uns tragen. Diese Liebe können wir nur im Herzen haben und an andere weiter geben (teilen).
Während der folgenden Powerpoint-Präsentation bin ich beeindruckt: Wir sehen Steckbriefe mit Bild von einer Schar von Missionaren und Missionarinnen, die von der grossen EGW-Familie ausgegangen sind! Vielen Menschen auf der Welt teilen sie die gute Botschaft
 
Missionare auf der Bühne
Missionare auf der Bühne
der Liebe Gottes mit. Parallel zur laufenden Präsentation geben uns eine Missionarin und ein Missionar, die zurzeit im Heimataufenthalt sind, ihre Erfahrungen in einem Interview weiter.
Die anwesenden Missionare gehen am Ende des Festes samt ihren Kindern durch den "Segnungstunnel" aller Gruppen, währenddessen Gebete für sie aufsteigen... Dazu bekommt jede/r Besucher/in einen farbigen Holzfisch mit nach Hause, der sie/ihn im Gebet symbolisch an eine Person in der Mission erinnern soll.


Mittel


Eine Wand mit "Steinen" (aus Kartonkisten) - prächtig bemalt mit Broten und Fischen - steht vorne im Saal! Diese wird später umgedreht und jedem "Stein" je ein Gaben-Teller eines Bezirkes angeheftet: So teilen wir miteinander.
 
Kommt, es ist alles bereit!
Kommt, es ist alles bereit!
Etwas Besonderes ist, als grosse EGW-Familie miteinander Wort und Zeichen zu teilen und zu feiern! Pfarrer Christoph Vischer nimmt das Bild vom Weltmeister-Pokal auf. "Wir" haben gewonnen. Alle zählen sich zur Siegermannschaft. Wir EGWler nehmen den Kelch, weil wir uns mit Jesus identifizieren: weil gilt, was jemand anderes für uns getan hat.
Dazwischen werden die Gaben- und Bedürfnis-Teller der Bezirke vorne eingeblendet. Auch diese Teller sind Zeichen.
Christoph bezieht sich auf Brot und Fische in der Predigt vom Morgen. Er nennt einen Gedanken zum Feiern des Mahles: Jesus nimmt das Brot, dankt dafür und bricht es. Dieses Dreierlei ist auch unsere Lebens-Liturgie: All das, was wir sind und haben, nimmt Jesus, dankt dafür und bricht es. Er nimmt uns an.
Vorne auf dem Podium liegen schöne, grosse tellerförmige Brote bereit. Diese werden in die kleinen Gruppen gebracht. Jeder Kreis teilt nun miteinander auf seine Art das Brot und trinkt aus dem Becher. Im Anschluss beten wir für den Bezirk, dessen Bedürfnis-Teller wir vor uns haben.


Musik


Zuletzt - aber nicht am wenigsten wichtig: Die Vielfalt der Musikstile hat mich beeindruckt! Alt bekanntes Liedgut super intoniert und neuere Lobpreislieder. Das Zusammenspiel von Posaunenchor und Jahresfest-Band - genial! Die afrikanische Praiseband hat mit ihrer lebhaften Art zur Freude an unserem Herrn animiert. Mit einfachen, wiederholenden Worten wie ein Song: "D Fröid isch hie!" - Wir sind Beschenkte aus
 
In der Mittagszeit
In der Mittagszeit
den Missionsländern, auch bezüglich Musik und Gesang!


Schlussbemerkung von Urs Eugster: "Wir sind alle Fischer. Wir wollen Menschen fischen, in Bewegung bleiben!"


Peter Fahrni, Pfarrer EGW, Wattenwil


*) Die Bezirke hatten im Voraus den Auftrag bekommen, ihre Gaben und Bedürfnisse je auf einem Teller kreativ darzustellen.


Quelle: Magazin wort+wärch

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