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Gott begegnen - echt leben

Vom Mittwoch 7. bis Sonntag 11. Juli fand in Grünenmatt die traditionelle Eigen-Konferenz mit unterschiedlichsten Besucher/innen statt.

Heisses Wetter prägte die diesjährige Konferenz, der Glacekonsum war unübersehbar hoch - und die Pommes frites fanden weniger
 
Wasserrutschbahn
Wasserrutschbahn in der Sommerhitze
Abnehmer als andere Jahre. Besonders für die jungen Konferenzbesucher war deshalb die Wasserrutschbahn eine willkommene Abkühlung. Die Wiese, die als Parkplatz diente, war staubtrocken und so hart, sodass die Landschäden diesmal nicht geringer und von anderer Art waren als sonst.


Botschaften


Die wirklich wichtigen Dinge der Konferenz geschahen jedoch auf der Bühne, dem Rednerpult und vor allem in den anwesenden Menschen. Die 13 Referate drehten sich um das Hauptthema der Konferenz "Gott begegnen - echt leben". In vorgegebene Unterthemen aufgeteilt sprachen die Referenten aus verschiedensten Denominationen zu Teilbereichen wie "Gott sucht dich", "Gott berührt dich" oder von "Gott bewegt". Immer wieder wurde den Zuhörern aufgrund von biblischen Texten bestätigt, dass Gott ein persönliches Interesse am Menschen hat. Ein eindrückliches Beispiel vom ersten Abend aus dem Text von 1. Mose 3,8.9. Adam und Eva versteckten sich nach dem Sündenfall, als sie Gott kommen hörten. Gott fragte: "Mensch, wo bist du?"
 
Aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhöre
Aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer
Er fragte nicht vorwurfsvoll: "Was hast du getan? Wo bist du gelandet?" Gott wollte dem Menschen begegnen, nicht ihm Vorwürfe machen.
Sehr eindrücklich waren auch die beiden Predigten von Nica Spreng am Sonntag. Die frühere Jugendarbeiterin im EGW, jetzt Pfarrerin, Zürich, sprach engagiert von ihrer Sehnsucht "nach mehr". Sie blickte zurück auf frühere Zeiten des EGW (der EGB). Damals geschah die Hilfe für die Mitmenschen öfter und spontaner als heute. Und sie wünschte sich, dass die EGWler wieder als "die Erweckten" gelten.


Begegnungen


Solche wertvollen Botschaften sind es, die die meisten Menschen auf den Eigen bewegen. Nicole Pfister, Pflegefachfrau Langnau beschreibt es so: "Ich nehme mich jeweils einen Vormittag lang aus der Hektik des Alltags heraus und komme auf den Eigen in die Stille, um mich etwas zu besinnen. Dank dem tollen Kinderprogramm habe ich diese Zeit für mich und geniesse es. Ich lasse mich von der Botschaft, von Gott berühren. Das stärkt mich und tut mir gut." Und sie fügt an: "Eigentlich habe ich ja gar nicht Zeit, aber diesen Vormittag lasse ich mir nicht nehmen!" Später an der Konferenz sehe ich sie wieder und sie ruft mir zu: "Dank dem super Kinderprogramm bin ich schon wieder hier - und ich freue mich!"
Anders ist es bei Anni Rentsch, Burgdorf: Sie ist während der ganzen Zeit an der Konferenz und erklärt: "Den Eigen-Konferenz-Termin schreibe ich Anfang Jahr sofort in die Agenda, der ist fix und da lass ich nichts dazwischen kommen. Mir gefallen die Menschen und die Gemeinschaft hier, und ausserdem helfe ich gerne,
 
Stimmungsvolle Begegnungen
Stimmungsvolle Begegnungen
so kann ich den einen oder andern Dienst tun!" Man sieht sie oft beim Essens-Service helfen und macht Fahrdienst für Senioren.
Für viele, besonders von der älteren Generation, mag es Tradition sein, mindestens einmal oder auch öfter an die Eigen-Konferenz zu kommen. Wenn es auch vorwiegend Menschen aus der VLKG-Tradition sein mögen, so kommen erfreulicherweise mehr und mehr Menschen aus dem gesamten EGW. An dieser Konferenz bin ich - ohne es zu suchen - mit fünf Personen ins Gespräch gekommen, die das allererste Mal teilgenommen haben.


Von Scheitern und Wachsen


Am Samstagnachmittag sprach Karl Albietz, ehemaliger Chrischona-Direktor, über "Scheitern und Wachsen". In einem ersten persönlichen Teil seines Referates machte er einen Gang durch sein Leben und sprach über sein Scheitern in verschiedenen Aufgaben seines Lebens. Doch schon früh in seinen Ausführungen betonte er, dass er im Scheitern ein grosses Geheimnis entdeckt habe: "In der Tiefe lerne ich Lektionen, die ich sonst nie lernen würde!" Im zweiten Teil legte er den biblischen Boden, ein Kernpunkt war das Sterben nach Johannes 12,24.25: das Weizenkorn. Erfüllt hat das sich das im höchsten Mass in Jesus, der einen schmachvollen Tod am Kreuz starb - und der, obwohl unschuldig, nie rehabilitiert wurde.


Rahmenprogramme


Wie gewohnt sorgten Posaunenchor, Senioren- und Gotthelfchörli und andere für das musikalische Rahmenprogramm an den Veranstaltungen. Am Sonntag
 
Jodlerchörli Lützelflüh
Alljährlich mitwirkendes Jodlerchörli aus Lützelflüh
begleitete die Martin Jufer Band den Gemeindegesang. Für Freitagabend war eine Country-Sängerin eingeladen worden, die von der Sache her gut auf den Bauernhof gepasst hat. Leider enthielten ihre Lieder - entgegen der eingeholten Referenzen - kein christliches Zeugnis. Und sie unterlag dem Irrtum, dass sie ein Konzert halten dürfe. Andreas Blaser entschuldigte sich an der Schlussveranstaltung sehr für diese Fehleinschätzung: So, wie es herausgekommen ist, war es nicht vorgesehen, selbstverständlich sollte niemand verärgert werden. Der anwesende Co-Präsident Erwin Bänteli nahm dann im Namen aller diese Entschuldigung an und sprach dem Team Vergebung zu. Von daher ist die Sache natürlich voll und ganz erledigt, sie erscheint aber in diesem Bericht, damit auch jene sie abhaken können, die sich geärgert hatten und am Sonntagnachmittag nicht dabei waren.


Mehr als Rahmenprogramme


Für die Kinder und Teenies gab es auch in diesem Jahr ein attraktives Programm unter dem Thema "auf nach California". Die Jungen erlebten "unglaubliche Abenteuer mit der Familie Grunder auf ihrer Reise durch den Wilden Westen". So waren denn auf dem Eigen junge Leute zu sehen, die sich nach Wildwest-Manier gekleidet hatten. Am Samstagabend war eine Grillparty angesagt - und anschliessend fand der Jugendabend unter dem Motto "voll frei" statt. Referent war Pelle Schiffhauer.
Separate Berichte über diese wichtigen Teile der Eigen-Konferenz folgen später.


Schlusspunkt


Pfarrerin Barbara Joss (Neues Land Grünenmatt) sprach am Donnerstagnachmittag darüber, wie Gott uns am Kreuz begegnet. Das Kreuz sei sowieso DER Begegnungsort mit Gott, das Kreuz ist immer die richtige Adresse.
 
Krone
"Krone nicht fallen lassen oder gar wegwerfen"
Sie betonte in ihren Ausführungen, dass es nicht genüge, alles über das Kreuz zu wissen. Es brauche eine persönliche Offenbarung, eine Begegnung mit Gott.
Die Kraft es Kreuzes macht es möglich, aus Nächsten Jünger Jesu zu "machen", dank Jesus die Welt zu verändern, durch Menschen. Denn: "Die Kraft Gottes ist nicht nur für uns gedacht, sondern für die Welt!"


Gertrud Trittibach



Quelle: Magazin wort+wärch

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